Die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) verfolgt das Ziel, den Verbrauch von Primärrohstoffen deutlich zu senken und Materialien möglichst lange im Kreislauf zu halten.
Hintergrund:
Der Abbau und die Verarbeitung von Rohstoffen verursachen hohe Umwelt- und Klimabelastungen – durch zerstörte Ökosysteme, verschmutzte Gewässer, CO₂-Emissionen und Ressourcenknappheit. Zudem ist die Wirtschaft stark von Importen abhängig, oft aus politisch instabilen Regionen. Eine wachsende Kreislaufwirtschaft soll diese Abhängigkeiten verringern und die Versorgungssicherheit stärken.
Ziele der NKWS:
- Wertschöpfung statt Verschwendung: Rohstoffe und Produkte sollen so gestaltet, genutzt und wiederverwertet werden, dass Abfall weitgehend vermieden wird.
- Senkung des Primärrohstoffverbrauchs: Orientierung ist der Vorschlag des UNEP International Resource Panel: Bis 2050 soll der globale Rohstoffverbrauch auf 6–8 Tonnen pro Kopf und Jahr begrenzt werden.
- Ganzheitlicher Ansatz: Von der Produktgestaltung über Produktion, Nutzung, Reparatur und Recycling bis zur Wiederverwendung sollen alle Stufen der Wertschöpfung zirkulär ausgerichtet werden.
- Innovation & Wettbewerbsfähigkeit: Kreislaufwirtschaft wird als Zukunftsmarkt gesehen, der neue Geschäftsmodelle schafft und wirtschaftliche Unabhängigkeit stärkt.
Nutzen für Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft:
Zirkuläres Wirtschaften schont Ressourcen, mindert CO₂-Emissionen und trägt entscheidend zur Erreichung der Klimaziele bei. Es bietet Unternehmen Stabilität in globalen Lieferketten, reduziert Risiken und unterstützt nachhaltigen Konsum: Mehrweg statt Einweg, Reparieren statt Wegwerfen.
Fazit:
Die NKWS schafft den Rahmen für eine zukunftsfähige, ressourceneffiziente Wirtschaft. Sie soll sicherstellen, dass Produkte länger genutzt, Materialien im Kreislauf geführt und natürliche Lebensgrundlagen dauerhaft erhalten bleiben.
Links:
https://www.kreislaufwirtschaft-deutschland.de/nationale-kreislaufwirtschaftsstrategie-nkws



